
EMDR in Hamburg – belastende Erlebnisse verarbeiten
EMDR als Methode zur Verarbeitung belastender Erfahrungen

Manche Erfahrungen können Menschen noch lange begleiten. Ein Unfall, eine belastende Beziehung, eine Trennung, Gewalt, Verlust oder andere einschneidende Erlebnisse können Spuren hinterlassen und dazu führen, dass bestimmte Erinnerungen auch Jahre später noch starke Gefühle auslösen.
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und ist eine psychotherapeutische Methode, die insbesondere zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen eingesetzt wird.
In meiner Praxis in Hamburg möchte ich Menschen dabei unterstützen, belastende Erfahrungen in einem geschützten und wertschätzenden Rahmen zu bearbeiten.
Was ist EMDR?
EMDR wurde von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelt und wird heute insbesondere in der Traumatherapie eingesetzt.
Während einer EMDR-Behandlung werden belastende Erinnerungen gezielt aktiviert, während gleichzeitig bilaterale Stimulation eingesetzt wird. Dies kann beispielsweise durch geführte Augenbewegungen geschehen.
Ziel ist es, die Verarbeitung belastender Erinnerungen zu unterstützen, sodass diese weniger überwältigend erlebt werden können.
EMDR ist dabei nicht einfach eine Methode, um Erinnerungen zu löschen. Vielmehr geht es darum, die Verarbeitung einer belastenden Erfahrung zu verändern und neue, hilfreichere Verknüpfungen zu ermöglichen.
Bei welchen Beschwerden kann EMDR eingesetzt werden?
EMDR wird insbesondere bei posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) eingesetzt. Auch bei anderen traumabezogenen Beschwerden kann EMDR – abhängig von der individuellen Situation und fachlichen Indikation – Bestandteil einer psychotherapeutischen Behandlung sein.
Mögliche Themen können beispielsweise sein
- belastende oder traumatische Erlebnisse
- Unfälle
- Gewalterfahrungen
- Missbrauchserfahrungen
- Verlust- und Trennungserlebnisse
- belastende Erfahrungen aus der Kindheit
- wiederkehrende belastende Erinnerungen
- starke emotionale Reaktionen auf bestimmte Situationen
- traumabezogene Ängste
- belastende Trigger
- posttraumatische Symptome
Ob EMDR für ein bestimmtes Anliegen geeignet ist, sollte immer individuell und fachlich geprüft werden.
Wie funktioniert EMDR?
Eine EMDR-Behandlung besteht nicht ausschließlich aus den Augenbewegungen.
Vor der eigentlichen Verarbeitung steht zunächst eine ausführliche Anamnese und Vorbereitung. Gemeinsam wird betrachtet, welche Erfahrungen belastend sind, welche aktuellen Beschwerden bestehen und welche Ressourcen zur Verfügung stehen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung ist die Stabilisierung.
Erst wenn eine ausreichende Grundlage für die Bearbeitung vorhanden ist, wird gemeinsam entschieden, ob und wie eine konkrete belastende Erinnerung bearbeitet werden kann.
Während der EMDR-Sitzung kann die Aufmerksamkeit zwischen der belastenden Erinnerung und der bilateralen Stimulation wechseln.
Die genaue Vorgehensweise wird individuell angepasst.
Was passiert bei einer EMDR-Sitzung?
Eine EMDR-Behandlung kann vereinfacht in mehrere Bereiche unterteilt werden:
1. Anamnese und Kennenlernen
Zunächst sprechen wir über Ihre aktuelle Situation, Ihre Beschwerden und Ihr Anliegen.
2. Stabilisierung
Bevor belastende Erinnerungen bearbeitet werden, ist es wichtig, ausreichende innere und äußere Sicherheit sowie geeignete Ressourcen zu entwickeln.
3. Auswahl der belastenden Erfahrung
Gemeinsam wird festgelegt, welche Erinnerung beziehungsweise welches Thema im Mittelpunkt der Bearbeitung stehen soll.
4. Bilaterale Stimulation
Während Sie sich auf bestimmte Aspekte der Erinnerung konzentrieren, wird eine bilaterale Stimulation eingesetzt. Häufig erfolgt dies über geführte Augenbewegungen.
5. Verarbeitung
Im weiteren Verlauf kann sich die emotionale Bedeutung der Erinnerung verändern. Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und neue Perspektiven können dabei eine Rolle spielen.
6. Abschluss und Stabilisierung
Eine Sitzung wird so abgeschlossen, dass Sie die Praxis möglichst stabil und gut orientiert verlassen können.
EMDR bei Trauma – was bedeutet „Verarbeitung“?
Eine traumatische Erfahrung kann sich anders im Gedächtnis verankern als eine alltägliche Erinnerung.
Bestimmte Situationen, Geräusche, Gerüche, Bilder oder Worte können später ungewollt starke emotionale oder körperliche Reaktionen auslösen.
Bei einer erfolgreichen Verarbeitung kann sich die Verbindung zwischen der heutigen Situation und der vergangenen Erfahrung verändern.
Die Erinnerung bleibt dabei grundsätzlich erhalten.
Sie kann jedoch mit der Zeit weniger überwältigend und weniger gegenwärtig erlebt werden.
Die aktuelle S3-Leitlinie zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung berücksichtigt EMDR als traumafokussiertes Verfahren.
EMDR bei belastenden Erfahrungen
Nicht jede belastende Erfahrung führt zu einer PTBS.
Trotzdem können einzelne Ereignisse einen Menschen nachhaltig beschäftigen.
Vielleicht denken Sie immer wieder an eine bestimmte Situation zurück oder reagieren in bestimmten Situationen ungewöhnlich stark.
Vielleicht wissen Sie rational, dass eine Erfahrung vorbei ist, fühlen sich emotional aber noch immer davon betroffen.
In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die persönliche Situation zunächst ausführlich zu betrachten und gemeinsam zu klären, welche Form der psychotherapeutischen Unterstützung geeignet ist.
EMDR und Hypnose – was ist der Unterschied?
EMDR und Hypnose sind unterschiedliche Methoden.
Hypnose arbeitet unter anderem mit dem Unterbewusstsein, Entspannung und der Aktivierung persönlicher Ressourcen. In meiner Praxis setze ich Hypnose je nach Anliegen beispielsweise zur Unterstützung bei Ängsten, Stress, Selbstvertrauen oder belastenden Gewohnheiten ein.
EMDR ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das insbesondere auf die Verarbeitung belastender beziehungsweise traumatischer Erinnerungen ausgerichtet ist.
Je nach Anliegen können unterschiedliche therapeutische Methoden sinnvoll sein. Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Methoden einzusetzen, sondern die Vorgehensweise an die jeweilige Person und Situation anzupassen wobei sich diese Methoden jeweils gut ergänzen können.
Ist EMDR für mich geeignet?
Ob EMDR geeignet ist, lässt sich nicht allein anhand eines einzelnen Symptoms beantworten.
Vor einer Behandlung sollte unter anderem geklärt werden
- Welche Erfahrungen belasten Sie?
- Welche Beschwerden bestehen aktuell?
- Wie stark beeinträchtigen diese Ihr tägliches Leben?
- Welche Ressourcen und Bewältigungsstrategien stehen Ihnen zur Verfügung?
- Gibt es aktuell eine ausreichende Stabilität für eine Traumabearbeitung?
- Welche Behandlung oder therapeutische Unterstützung ist für Ihre Situation sinnvoll?
Diese Fragen können wir in einem persönlichen Erstgespräch besprechen.
EMDR in Hamburg – ein geschützter Rahmen
Mir ist wichtig, dass psychotherapeutische Arbeit in einer Atmosphäre stattfindet, in der Sie sich sicher und ernst genommen fühlen.
In meiner Praxis in Hamburg verbinde ich meine Erfahrung als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit einer individuellen, achtsamen und klientenzentrierten Arbeitsweise.
Meine bisherigen Ausbildungen umfassen unter anderem Gesprächstherapie, Hypnosetherapie und verschiedene Verfahren aus den Bereichen Entspannung und Achtsamkeit. Meine EMDR-Grund- und Weiterbildung ergänzt dieses Angebot ideal.
Häufige Fragen zu EMDR
Was bedeutet EMDR?
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Die Methode wird insbesondere zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen und bei posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt.
Ist EMDR eine Psychotherapie?
EMDR ist eine psychotherapeutische Methode und wird insbesondere im Rahmen der Traumatherapie eingesetzt. In Deutschland ist EMDR bei Erwachsenen mit PTBS als psychotherapeutisches Verfahren anerkannt.
Muss ich bei EMDR alles noch einmal ausführlich erzählen?
Nicht jede Einzelheit eines belastenden Ereignisses muss ausführlich erzählt werden. Welche Informationen für die Behandlung erforderlich sind, wird individuell und im Rahmen der therapeutischen Aufklärung besprochen.
Muss ich während EMDR über das Trauma sprechen?
Das Vorgehen hängt von der individuellen Situation und dem verwendeten EMDR-Protokoll ab. Vor einer Bearbeitung erfolgt eine entsprechende Vorbereitung und Stabilisierung.
Wie viele EMDR-Sitzungen braucht man?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Dauer und Anzahl der Sitzungen hängen unter anderem von der Art und Komplexität der Belastung, den aktuellen Beschwerden und der individuellen Situation ab. Jedoch wird eine Begleitung so geplant, dass eine möglichst schnelle Besserung das Ziel sein sollte.
Ist EMDR für jeden Menschen geeignet?
Nein. Vor einer EMDR-Behandlung sollte individuell geprüft werden, ob die Methode geeignet ist und ob die notwendigen Voraussetzungen für eine sichere Behandlung gegeben sind.
Kann EMDR eine andere Therapie ersetzen?
Eine Behandlung sollte immer individuell geplant werden. Bei psychischen Erkrankungen kann eine umfassende psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung erforderlich sein. EMDR sollte nicht als pauschaler Ersatz für andere notwendige Behandlungen verstanden werden und kann oft eine gute Ergänzung sein.
EMDR in Hamburg – sprechen Sie mich gerne an
Sie möchten mehr über EMDR erfahren oder herausfinden, welche therapeutische Unterstützung zu Ihrem Anliegen passen könnte?
Gerne können wir Ihre Situation zunächst in Ruhe besprechen.
Christiane Holland
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Praxis für Hypnose, EMDR und Gesprächstherapie in Hamburg
- Privatpraxis -
Telefon: 0176 40130085
E-Mail: kontakt@christiane-holland.com
Was sagt die Wissenschaft zu EMDR?
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) gehört zu den wissenschaftlich untersuchten Verfahren zur Behandlung traumabezogener Beschwerden.
Besonders gut untersucht ist der Einsatz von EMDR bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Internationale Fachleitlinien, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE), führen EMDR als evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeit bei PTBS auf.
Die WHO zählt EMDR zu den psychologischen Interventionen mit einer guten Evidenzbasis für die Behandlung einer PTBS. NICE empfiehlt EMDR bei Erwachsenen mit PTBS insbesondere bei länger zurückliegenden traumatischen Ereignissen. Die Empfehlungen beziehen sich dabei auf eine fachgerecht durchgeführte, strukturierte Behandlung durch entsprechend ausgebildete Therapeutinnen und Therapeuten.
Auch systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen zeigen, dass EMDR PTBS-Symptome reduzieren kann. Gleichzeitig unterscheiden sich die Studien hinsichtlich der untersuchten Patientengruppen, Behandlungsprotokolle und Vergleichsgruppen. Neuere Übersichtsarbeiten weisen deshalb darauf hin, dass insbesondere bei langfristigen Behandlungseffekten noch Forschungsbedarf besteht.
Wichtig: Die wissenschaftliche Evidenz für EMDR ist insbesondere bei PTBS gut belegt. Daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass EMDR bei jeder psychischen oder körperlichen Beschwerde gleichermaßen wirksam ist. Ob EMDR im individuellen Fall geeignet ist, sollte daher fachlich geprüft werden.
Wissenschaftliche Quellen
- World Health Organization (WHO): Post-traumatic stress disorder – Psychological interventions for adults
- National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Post-traumatic stress disorder (NG116)
- U.S. Department of Veterans Affairs, National Center for PTSD: Eye Movement Desensitization and Reprocessing for PTSD
- Vereecken et al. (2024): Revisiting Eye Movement Desensitization and Reprocessing Therapy for Post-traumatic Stress Disorder: A Systematic Review
- Villegas-Ortega et al. (2025): Effects of EMDR vs. waiting list for adults with post-traumatic stress disorder: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials
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